Futter

Futter für Hasen und Kaninchen

Weil Hasen einen so genannten Stopfmagen haben, ist es wichtig, dass sie immer wieder fressen und zwar bis zu 80-mal am Tag! Deswegen muss dauerhaft für Futter-Nachschub gesorgt werden. Morgens und abends so viel Futter geben, dass es gerade so reicht, geht also nicht. Und noch dazu sollten Hasen und Kaninchen prinzipiell immer sowohl Frischfutter als auch Heu zur Verfügung haben. Auch Trockenfutter wird gerne gefüttert – es hat den Vorteil, dass es nicht so schnell verdirbt wie frisches Futter. Am besten geeignet ist wohl eine Kombination aus allem. Zu viel Trockenfutter in Form von Kraftfutter sollte jedoch nicht gegeben werden, da die Kaninchen sonst dick werden können. Außerdem gibt es bezüglich der Zusammensetzung von Kraftfutter auch deutliche Unterschiede.

Frischfutter für Kaninchen und Hasen

Hasen sind eigentlich eine echte Erleichterung für die Biotonne.  Ziemlich viel von dem, was in der Küche so an Abfall anfällt, kann den Kaninchen direkt weiter gefüttert werden – aber Vorsicht –
Futter für Hasen und Kaninchennicht alles! Generell muss man bei allen Kohlgewächsen vorsichtig vorgehen und die Dosierung langsam erhöhen. Tiere, die bis dato nur Kraftfutter gewöhnt sind, muss man ohnehin erst langsam an Firschfutter gewöhnen. Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl und Wirsing zum Beispiel mögen die Tiere sehr gerne und bei Kohlrabi darf auch das Grün verfüttert werden, welches wir Menschen ansonsten wegwerfen würden. Auch Möhrengrün ist neben der Möhre selber sehr beliebt. Auch Paprika und Radieschenblätter dürfen verfüttert werden. Blattsalate sind ebenfalls erlaubt, jedoch ebenfalls in Maßen und nicht in Massen.

Ab und zu ist sogar Obst ok. Viele Kaninchen fahren zum Beispiel auf Banane regelrecht ab. Auch Äpfel sind erlaubt und heiß begehrt. Der Anteil an frischem Obst beim Futter sollte aber deutlich geringer sein als der Gemüse-Anteil.

Unverträglich sind übrigens alle Hülsenfrüchte, Rhabarber, Zuckerrüben, Avocado, Rettich, Radieschen und Kartoffeln. Zitrusfrüchte sollten ebenfalls besser nicht gefüttert werden und Steinobst kann zu Durchfall führen.

Wichtigstes Hasenfutter: Kräuter, Blätter, Blüten und Gräser

Bei diesem Grünfutter handelt es sich eigentlich um DAS Hasenfutter schlechthin. Es ist nicht nur gesund und ausgesprochen wichtig für die Tiere, sondern auch einfach zu bekommen, schließlich wachsen Löwenzahn, Spitzwegereich & Co. fast überall. Frisches Gras ist ebenfalls erlaubt, es sollte aber dann auch wirklich sofort gefressen werden: Rasenschnitt kann nämlich, wenn er eine Weile liegt und feucht ist, zu gären anfangen, was für die Tiere unangenehme Folgen haben könnte. Entweder muss Gras also ganz frisch gefüttert werden oder komplett durchgetrocknet als Heu.

Auch Kräuter jeglicher Art sollten auf dem Speiseplan von Hasen und Kaninchen an oberster Stelle stehen – ob frisch oder getrocknet, ist dabei relativ egal.

Himbeer- und Erdbeerblätter sind für Kaninchen übrigens eine echte Delikatesse.

Kraftfutter für Kaninchen und Hasen

Trockenfutter und Kraftfutter ist immer als Energiefutter zu betrachten. Zuchttiere und kranke Tiere, mitunter auch trächtige Weibchen, große Rassen oder Tiere in der Außenhaltung benötigen mitunter mehr Proteine und sollten deswegen Trockenfutter erhalten – allerdings in Maßen und nicht beliebig viel davon, denn sonst droht Fettleibigkeit. Beliebt ist Trockenfutter in Form von Pellets. Allerdings haben sehr große Hasen manchmal Probleme beim Fressen kleiner Pellets, weil sie diese gleich verschlucken anstatt zu zerbeißen. Unterschieden wird bei Trockenfuttersorten in Pellets aus Heu und Kräutern, Pellets mit Zusatzstoffen wie Getreide oder Melasse. Darüber hinaus gibt es auch Trockenfutter aus Getreide und Mais, aus Nüssen, Obst etc. etc.

Außerdem muss unterschieden werden zwischen heißgepressten und kaltgepressten Pellets. Bei ersteren gehen durch den Herstellungsprozess wichtige Inhaltsstoffe verloren. Kalt gepresste Pellets erkennt man an einer eher rauen Überfläche.

Weiterhin gilt, dass der Anteil an Melasse (Zucker) und Getreide im Trocken- oder Kraftfutter nicht zu hoch sein sollte.

Heu

Heu ist eines der Futtermittel für Hasen, welches den Tieren wirklich rund um die Uhr zur Verfügung stehen sollte. Am besten eignet sich hier Heu,  welches von verschiedensten Kräutern durchsetzt ist. Es kann in eine Heuraufe gegeben werden – dies hat den Vorteil, dass es nicht nass oder verunreinigt werden kann, was oftmals der Fall ist, wenn es auf dem Boden des Stalls liegt. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Heuraufe überdacht ist und nicht im Freien hängt.

Futter für Hasen und Kaninchen

Frische Zweige zum Knabbern

Kaninchen und Hasen knabbern für ihr Leben gerne alles an. Um diesem Drang gerecht zu werden, ist es sinnvoll, den Hasen immer mal wieder Äste und Zweige von ungiftigen Bäumen oder Büschen zur Verfügung zu stellen. Das sorgt auch dafür, dass die Zähne sich ausreichend abwetzen.

Generell gilt: auch bei Kaninchen darf der Speiseplan abwechslungsreich sein. Neues Obst und Gemüse also lieber erst in kleinen Mengen füttern um zu testen, wie das Tier darauf reagiert.

Und es empfiehlt sich immer, den Tieren mehrere Dinge zur Auswahl anzubieten, so dass sie sich immer das heraussuchen können, was ihnen schmeckt. Man weiß nämlich heute, dass Kaninchen in der Lage sind, sich selbständig ausgewogen zu ernähren, wenn man sie nur lässt.